Für
die vier Tage, Donnerstag, den 9. bis Sonntag, den 12. Mai, haben wir eine Kanutour mit
Freunden durch den Spreewald geplant. Start ist in Burg (Borkowy) im Oberspreewald,
unser Ziel ist der Neuendorfer See im Unterspreewald. Das sind etwa 60 Kilometer
auf der Spree, die wir zurücklegen müssen, also genug "Luft" zum
Verweilen drin. Donnerstag, der 9.5.2002 ist Vatertag und der darauf folgende
Freitag bei uns in Berlin Ferientag, also ein langes Wochenende. Allerdings
waren wir auf dieser Tour "gut drauf" und somit schon am Samstag am
Neuendorfer See angelangt. Viel eher wie in Burg sollte man nicht in die Spree einsetzen,
da es dort Wehre und keine Schleusen gibt! Insgesamt stehen fast
1.000 Kilometer Wasserwege im Spreewald zur Verfügung, die jedoch nicht alle von Sportbooten
befahren werden dürfen.
Wir
benutzen für diese Kanutour eine Karte vom Spreewald im Maßstab 1:50000 des Spreewald-Verlags
(Tel. 03546-3229 / Fax -182462), Ausgabe 2000 (4,30 €). Sie ist für Radfahrer, Wanderer und Kanuten hervorragend geeignet. Auch zeigt sich nach der Tour, dass alle Angaben auf der Karte stimmen und sie eine gute Orientierungshilfe ist.
Meinen Kanuführer "DKV-Gewässerführer für Ostdeutschland"
1.Auflage 1991, des DKV kann ich getrost vergessen, er ist für den
Spreewald auf dem Stand
von 1962! Das waren noch Zeiten, so kurz nach dem Mauerbau.
Den GPS habe ich diesmal zu Hause gelassen, er ist im Wald auch wenig hilfreich. Dafür sollte man sich besser einen Kompass einstecken. Allerdings sind die Wasserwege meist sehr gut ausgeschildert, so dass man sich mit Hilfe der Karte kaum verfahren kann.
Für
die Bilder vertraue ich auf unsere Digitalkamera Casio QV-4000 und für den Fall
der Fälle habe ich in jedem Boot Sprechfunk (mehr als Spielzeug für die Jungs
gedacht) dabei.
![]() |
![]() |
Es ist Vatertag und es ist früher Morgen und es ist erst kurz vor 7 Uhr und es
klingelt: Ellen, Harri und Torsten sind schon da und ich hole schnell den Bully vom Parkplatz. Alles einladen,
schnell noch den Dagger auf dem Dach befestigen, dann kann's losgehen. Denkste!
Wie ich mich umschaue, sind unsere Freunde auch schon wieder verschwunden. Ellen und Harri sind
nur mal kurz nach Hause
gefahren, ihre Stühle holen. Kurz nach 7:30 Uhr sind sie dann wieder da. Jetzt geht's aber wirklich los.
Burg
(Borkowy) im Spreewald erreichen wir um 9
Uhr über die Autobahnen A13 und A15 bis zur Abfahrt Vetschau, sowie die Orte Suschau und Müschen. Gleich am Ortseingang
von Burg (Borkowy) liegt an der Brücke des "Leineweberfließ" (Raschkonitza)
(auf einigen Karten auch Südumfluter genannt) ein Imbiss mit Kahnanleger ("Bootshaus am Leineweber", Bootsverleih, Kahnfahrten,
Hauptstraße 1, 03096 Burg (Borkowy), Spreewald, Tel. & Fax: 035603/60096), hier können wir nach Rücksprache am Imbiss unsere Boote zu Wasser
lassen (s. Bild links und nächstes Bild).
Alles aus- und abladen, dann bringen wir Harris Auto zum Campingplatz
"Waldcamp Seeblick" am Neuendorfer See, unserem Tourziel. Glatte 52 Kilometer, die sich wie Kaugummi ziehen, sind es für die Strecke
über die Dörfer von Burg (Borkowy) bis zum Campingplatz am Neuendorfer See. Zuerst steuern wir
allerdings den falschen Platz (Eurocamp am Großleuthener See) am falschen See an und müssen uns kurz neu orientieren. Unser
erster Eindruck hier ist absolut Positiv, vielleicht lassen wir uns hier mal
wieder Blicken. Jetzt aber machen wir uns schnell wieder "auf die
Socken", die Anderen warten schließlich auf uns.
Um 12 Uhr sind wir dann nach kurzem Imbiss startklar und legen ab. Zurück bleiben mein Bully auf dem Parkplatz (auf der anderen Straßenseite liegt ein großer, je nach Witterung, staubiger oder schlammiger Parkplatz) und zwei Bügelschlösser von Harri auf der Wiese. Das Fließ trägt uns sacht voran. Wir paddeln auf dem "Leineweberfließ" (Raschkonitza) in Richtung Leipe (Lipje). Dort wollen wir beim Spreewaldhof unser Zelt aufschlagen. Die erste Schleuse wird von Kindern bedient, die sich auf diese Art ihr Taschengeld aufbessern. Danach lockt ein Gasthaus zum Verweilen. Das Wetter könnte nicht besser sein. Strahlend blauer Himmel, teilweise kräftiger Wind von hinten und sommerliche Temperaturen.
Um 14 Uhr machen wir uns wieder auf den Weg. Das einsame Brötchen in meinem Magen könnte ganz gut Gesellschaft gebrauchen! Am Kossoateich wechseln wir die Fahrtrichtung und biegen nach rechts in die "Untere Radduscher Kahnfahrt" (Radduscher Grobla) ein. In die Hauptspree biegen wir bald darauf nach links ein, hier wird der Verkehr wieder dichter.
Gegen 15.30 Uhr ist der Spreewaldhof (s. übernächstes Bild) in Leipe (Lipje) (PLZ 03226, Tel. 03542/2805) erreicht. Der Gasthof liegt unmittelbar an der Ecke Hauptspree / Leiper Kanal unweit der Schleuse mit Wehr (s. Bild unten) von Leipe. Hier ergattern wir noch die letzten freien Plätze auf der Wiese nach Rücksprache mit der Wirtin. Viele Kanuten stehen hier nicht, aber der Platz ist auch für Wohnmobile zugänglich. Man kann hier Fahrräder und Boote ausleihen und damit die Umgebung erkunden.
An der Schleuse von Leipe (Lipje) kann man mit dem
Kanu oder Kajak auch das Wehr (Bild links) daneben befahren, es sind nur etwa 30 cm Höhenunterschied. Das probieren auch prompt drei
Kanuten, wie wir auf der Brücke stehen. Der Erste macht keine Anstalten, sein Doppelpaddel bei der Durchfahrt längs zu nehmen, ich rufe
schnell noch: "Paddel nicht quer halten!", aber zu spät. Paddel und Kanute bleiben zwischen den Pfosten
hängen, das Boot will weiter. Aua! Er überlebt die Durchfahrt, sein Paddel
leider nicht. Als "Profi" hätte er es wenigstens über den Kopf
und nicht vor die Brust gehalten!
Ellen hat inzwischen ihre Handwärmer ausgepackt! Ich halte Mitte Mai aber
einen Wintereinbruch für recht unwahrscheinlich. Jetzt führt uns Harri seine Grubenlampe vor! Taugt übrigens auch zum nächtlichen schmökern im Zelt, wie er uns glaubhaft versichert!
Wir setzen uns in die Gaststätte, die Jungs gehen zur Schleuse. Arian und
Torsten verdienen sich
5,92 € Taschengeld durch Schleusen, da die alten Schleuser abgezogen sind. Leider ist jetzt um 19 Uhr nicht mehr viel
Betrieb auf dem Wasser. Für Unterhaltung sorgen ein paar Jugendliche, die einen Baum erklimmen und unter Gejohle aus 10 Metern
Höhe in die Spree springen. Das Abendbrot ist sehr gut, aber die Mücken haben auch Hunger. Es ist zwar noch sehr früh, aber durch das herrliche Wetter gibt es doch schon mehr wie genug
dieser Quälgeister. In Schweden kann es auch nicht schlimmer sein! So flüchten wir heute schon gegen
21:30 Uhr ins Zelt.
Sonnenschein und blauer Himmel begrüßen mich um 6:53 Uhr, wie ich aus dem Zelt trete. Na bitte, die Wetterfrösche hatten zwar für den Vatertag schönes Wetter vorausgesagt, aber in den nächsten Tagen sollten die Temperaturen wieder sinken und Regen durchziehen.
Nach einem gemütlichen Frühstück (s. Bild links) packen wir alles zusammen und suchen danach erst mal mein Paddel. Genaugenommen ist es Reginas Paddel, da ich meins an einen Freund ausgeliehen habe und es bisher noch nicht zurück erhalten habe. Letztlich finden wir es zum Glück im Dagger versteckt. Um 10:15 Uhr fahre ich mit Sascha durchs Wehr, die Kontiki muss durch die Schleuse. Vor Lehde (Ledy) biegen wir von der Hauptspree rechts in die "Giglitza" ein und orientieren uns dann nach links in den "Lehder Graben".
In Lehde (Ledy) ist Rushhour, hier machen Ellen, Harri, Arian und Torsten eine Gurkenpause am
Gurkenfass (s. Bild unten). Im "Cafe Venedig" kehren wir um 11:50
Uhr ein und nehmen eine kleine Stärkung zu uns. Arian durchsucht die Speisekarte und entscheidet sich für "gar nichts". Dafür kauft er sich als Andenken lieber eine Stoffgurke von seinem
Taschengeld und ein Glas Spreewälder Honig.
Über
den "Lehder Graben" erreichen wir wieder die Hauptspree, rechts fahren wir ins
"Lehder Fließ" ein und nehmen die Bootsrolle an der "Schneidemühl Schleuse". Hier zieht die Kontiki Arian bei der Talfahrt hinter sich her und um ein Haar wäre er mit dem Boot im Wasser gelandet, weil er vor Schreck vergaß, die Leine loszulassen.
Lübbenau (Lubnjow) lassen wir mal links liegen, da ist zu viel Betrieb,
außerdem ist die Einfahrt für Sportbote in den Kahnfährhafen verboten und
dahinter liegt ein Wehr, das nicht befahren werden kann. Man kann sich nicht
immer alles anschauen. Kurz vor dem
"Spreezewehr" biegen wir rechts in die "Puschhalle" ein. Die "Kolkwitzschleuse" an der
"Buschmühlspree" ist wie alle Schleusen eine Selbstbedienungsschleuse
und tadellos in Schuss. Meist
werden sie von Jugendlichen bedient, die sich auf diese Weise ihr Taschengeld
aufbessern. Uns ist das immer 1 € pro Boot wert.
Hier ein kurze
Anleitung für angehende Schleusenwärter:
Bei der Talfahrt werden die unteren Tore geschlossen, ebenso die Klappen in den
Toren. Jetzt die Klappen in den oberen Toren öffnen (Die oberen Tore sind ja zu,
wenn die Unteren geöffnet sind!). Wenn sich das Niveau in der Schleuse mit dem Oberwasser ausgeglichen hat, werden die
oberen Tore zwecks Einfahrt geöffnet. Nachdem die Boote in der Schleuse sind, werden die oberen Tore
und auch die Klappen geschlossen und die Klappen in den unteren Toren geöffnet. Nachdem sich das Niveau ausgeglichen hat,
können die unteren Tore geöffnet werden.
Fertig!
Bei Bergfahrt die ganze Prozedur einfach in umgekehrter Reihenfolge. So einfach ist es!
Nach einem Kilometer biegen wir nach links in die "Buschspree" ein. Nach einem weiteren Kilometer erreichen wir wieder die Hauptspree, die wir nach rechts in Richtung
Lübben (Lubin) fahren. Die nächste Schleuse mit Wehr ist neu erbaut. Hier werden wir von Arian und Torsten geschleust.
Jetzt geht es auf der Spree kilometerweit in der prallen Sonne geradeaus, bis wir schließlich gegen 16:30 Uhr die Jugendherberge "Wendenfürst"
kurz vor Lübben (Lubin) erreichen. Die Anlage macht einen sehr gepflegten Eindruck und so beschließen wir spontan zu bleiben.
Als Gegenleistung müssen wir Mitglieder im DJH werden. Übernachtung mit
Frühstück kosten pro Person 7,90 €. Ursprünglich wollten wir ja auf dem Campingplatz in Lübben
(Lubin) übernachten.
Fix Boote ausladen und Zelte aufstellen, wir haben Hunger. Unser Zelt ist doch schon arg in die Jahre gekommen, Stoff und Reißverschlüsse sind hinüber. Beim
Aufstellen bleibe ich mit der Außenhaut in einem Reißverschluss hängen und
sofort reißt der Stoff wie Papier. Etwas Spinnaker-Tape habe ich noch, so ist
der Schaden nicht so tragisch. Einen Reißverschluss muss ich sogar mit Klebstoff zumachen, da die Zähne nicht mehr fassen.
Nach acht Jahren ist da wohl mal ein neues Zelt fällig.
Nach dem Aufbau bereiten die Kinder das Abendessen zu. Raviolis aus der Dose stehen heute auf der Karte.
Ellen opfert beim Öffnen der Dosen ihr weißes T-Shirt. Ganz unter uns: Ich
bevorzuge ja auf Kanutouren eher dunkle Kleidung, da sieht nicht jeder sofort
die Schweinerei.
Danach übt Arian unter Saschas und Torstens Anleitung mit dem Dagger auf der Spree. Ich banne Arians ersten Paddelversuch im Dagger auf den Camcorder. Um 18:25 Uhr blitzt und donnert es das erste mal in großer Entfernung. Das Unwetter zieht aber in einiger Entfernung vorüber, bei uns scheint weiterhin die Sonne. Wir erfahren inzwischen vom Herbergsvater, dass seine Jugendherberge, der Campingplatz in Lübben (Lubin) und so ziemlich alle Pensionen zur Zeit überfüllt oder aber zumindest ausgebucht sind. Für Morgen haben wir eine längere Tour geplant, wir wollen bis zum Neuendorfer See durchpaddeln. Den Sonntag werden wir dann auf dem Campingplatz am See verbringen.
Jugendherberge ist immer mit Frühstück und so bleibt heute die Küche in der Kiste. Zu aller Überraschung ist der Kaffee extra
Klasse. Ein dicker Bonuspunkt für den DJH! Ellen schwärmt beim Frühstück von ihrem neuen Schlafsack, moniert aber, dass leider immer der Kopf kalt bleibt!
Vor dem Frühstück war ich mit Sascha schon unter der Dusche, Arian hatte sich mal wieder im Schlafsack verklemmt. Das Zelt hat Regina auch schon aufgeräumt, dann kann's ja gleich nach dem Essen los gehen.
Lübben (Lubin) ist von der Hauptspree aus relativ uninteressant, zur Stadtbesichtigung sollte man die Nebenstrecken wählen. Wer als Wasserwanderer nicht in der DJH bleiben will und auf dem Campingplatz in Lübben (Lubin) keinen Platz mehr findet, wird aber sicher auf den nächsten Kilometern außerorts fündig. Allerdings würde beim nächsten Mal die DJH bei uns wieder in die engere Wahl kommen!
Kurz hinter Lübben (Lubin) machen wir an der alten Eisenbahnbrücke (Rote Brücke)
eine kurze Rast, ab hier übernimmt Arian den Dagger "Vesper". Gestern Abend hat er ja vor der DJH trainiert und beherrscht
daher das Kajak.
Unsere Startzeit
heute war 9:50 Uhr von der DJH, um 12:37 Uhr ist der Rastplatz "Petkampsberg" erreicht. Hier ist ein Stellplatz für maximal 30 Wasserwanderer unmittelbar am Ufer
eingerichtet, aber nicht auf den Karten verzeichnet. Die Gebühr pro Tag (im Jahr 2002) beträgt
4 € für Erwachsene und 2 € für Kinder bis 18 Jahre. Gerade legt ein Spreewaldkahn an und wir machen den Anleger frei von allen Kanus der Wasserwanderer, die inzwischen hier eingetroffen sind. Die zweite Runde Bier steht auch schon auf dem Tisch, 5 Gläser Spreewaldgurken sind gebunkert und die Kids haben ihr obligatorisches Eis - ich selbstverständlich auch - bekommen.
Einen Kilometer nach dem Rastplatz "Petkampsberg" teilt sich der Fluss auf, wir wählen den linken Arm, der hier Puhlstrom heißt. Die Hauptspree biegt nach rechts ab, soll aber landschaftlich nicht so interessant sein.
Das Wetter schlägt bisher alle Rekorde. Traumhafte Zustände sind das: Leicht bewölkter Himmel, jede Menge Sonne, sommerliche Temperaturen und der Wind immer von hinten! Kanute, was willst du mehr?
Zu früh gejubelt! Um 14:48 Uhr bricht ein Gewitter los und wir suchen mit anderen Kanuten gemeinsam Deckung in der Schutzhütte "Mollenhauers Hütte" im Birkenhain kurz hinter der Schleuse. Blitz und Donner alles dabei! Hier gibt es einen Naturlehrpfad, dafür fehlen in der Hütte Tisch und Bänke. Hier wurde wohl schon lange nichts mehr gemacht. Inzwischen ist der Himmel komplett zugezogen, alles grau in grau, ergiebiger Regen. Sie anderen Kanuten spendieren eine Runde Kuchen, wir wollen uns mit trockenem Brot und Leberwurst revanchieren (alles andere liegt - zwar gut verstaut - im Regen in den Booten), stoßen mit unserem Angebot aber auf wenig Interesse. Wir warten weiter und hoffen auf Besserung. Irgendwann hört dann aber der Regen auf und es kann weiter gehen. Beim Einsteigen nimmt Regina noch schnell ein Fußbad, derweil ich mit dem Schwamm den Clipper trocken lege.
Der Puhlstrom ist zum Paddeln sehr reizvoll, der Wald hat hier noch leichten Urwaldcharakter. Hier begegnet uns kurz vor Schlepzig (Slopisca) lediglich ein Kahn, wir sind schon leicht abseits der touristischen Pfade. Paddler mit Leihbooten gibt es dafür auch hier noch genug.
Zwei Kilometer vor Leibsch (Lubus) fängt es wieder an zu regnen, aber diesmal hält es sich in Grenzen. Wie wir dann die Brücke von Leibsch (Lubus) erreichen, ist auch schon wieder alles vorüber. So richtig nass wurde eigentlich keiner von uns.
Am Abzweig des Dahme-Umflut-Kanals nehmen wir die rechte Schleusenkammer der "Wehrgruppe Leibsch"
(Bild links). Durch die Linke geht's
über den Dahme-Umflut-Kanal zum Köthener See (hier gibt es auch eine DJH), rechts auf der Spree weiter zum Neuendorfer See, unserem heutigen Tagesziel. Die Spree wird
hier vor der Mündung in den Neuendorfer See breiter, wir sind kurz vor unserem Ziel. Jetzt
traut sich auch wieder die Sonne hervor. Der Wind ist inzwischen
eingeschlafen. Der Neuendorfer See liegt spiegelglatt vor uns, rechts am Ufer sehen wir schon die Campingplätze. Um 18:20 Uhr ist dann unsere Tour beendet. Torsten hat
heute die reine Paddelzeit von der Abfahrt DJH bis zum Neuendorfer See gestoppt: 5 Stunden und 35 Minuten!
Unser Ziel ist der Campingplatz "Waldcamp Seeblick" www.waldcampseeblick.de
(Am Strand 03, 15910 Hohenbrück, Tel & Fax: 035473/694, Funk: 01712638543).
Der Campingplatz hat sich seinen Charme vergangener Tage bewahrt. Er ist lediglich durch einen Fußweg vom Wasser getrennt und
durchaus empfehlenswert.
Wir laden die Boote aus und während sich die Anderen um Zeltaufbau und Abendbrot kümmern, holen Ellen und ich den Bully aus Burg. Nach dem Abendessen gibt's dann einen kleinen Plausch im nahen "Havanna Club" bevor sich gegen 22:30 Uhr einer nach dem anderen in Richtung Schlafsack verabschiedet.
Gerade eben schaut um
8 Uhr zum ersten Mal die Sonne hervor. In der Nacht war der Himmel zwar sternenklar, aber morgens
dann doch alles grau in grau. Wir können uns auf dieser Tour über das Wetter nicht beschweren, es waren sicherlich optimale Bedingungen. Statt nasser Klamotten gab es diesmal den einen oder anderen
Sonnenbrand und viele Mückenstiche.
Nach einer ausgiebigen Frühstücks-Session (s. Bild rechts) packen wir langsam unsere Sachen
zusammen. Nachdem die Boote auf den Autos verladen sind, starten wir in lockerer
Runde ein kleines Quiz. Harri fragt: "Wo sind denn nur unsere
Bügelschlösser abgeblieben?" Irgend jemand erinnert sich dumpf, sie das
letzte Mal vor der Abfahrt am Imbiss in Burg gesehen zu haben. No Problem!
Sascha hat Adresse und Telefonnummer vom Imbiss in Burg, ich das Handy!
Tatsächlich, die Bügelschlösser wurden auf der Wiese gefunden und sichergestellt. Harri hat aber keine
Lust mehr, den Umweg über Burg zu nehmen und so muss das Wiedersehen warten. Bei
dieser Gelegenheit beschließen wir, in zwei Wochen zum Briesener See zu fahren.
Dort haben wir eine tolle Badestelle mit Campingplatz entdeckt.
Hier noch ein kleiner Hinweis für die Badesaison: Wer keine Lust zum Paddeln hat, fährt zum Briesener See - nahe dem Spreewald gelegen. Er eignet sich ausgezeichnet zum Baden und ist nicht so überlaufen. Neben der Badestelle liegt ein Campingplatz. Die Koordinaten der Badestelle: N51° 57,753' / E014° 01,458' Nicht-GPSler finden ihn natürlich auch auf jeder 200tausender Generalkarte!
Nachtrag: Schleuse und Wehr am Spreewaldhof in Leipe wurden 2003 komplett neu gebaut, wobei die Schleuse (Selbstbedienungsschleuse) jetzt auf die andere Seite der Spree gewechselt ist.
zurück zur Startseite
website & design © 2002
Familie
Kästner
- berlin - deutschland -