Verpflegung

Dometorys (links) und Speisesaal (Dinnerhall mitte) mit Schuelern davor
Leckere Rezepte aus der tansanischen Kueche:
Nun will ich euch mal einige Rezepte auflisten, die wir im Selbstversuch gegessen,
ueberlebt und auch
schon selbst zubereitet haben. Wenn ihr Lust habt, koennt ihr es in Deutschland ausprobieren.
Vorher koennt ihr aber mal einen vorsichtigen Blick in unsere Schulkueche
werfen ... (Stosst euch aber nicht den Kopf wenn ihr rueckwaerts
wieder raus fallt)!

Schulkueche der Vunjo Secondary School
1.Chapati
Damit ist ein pfannenkuchenaehnliches Fladenbrot gemeint (so aehnlich wie Eierkuchen).
Rezept fuer 5 Chapatis: Zuerst werden ungefaehr 250ml Wasser kurz erwaermt und zu 2 Eiern, die vorher verruehrt wurden, hinzugegeben. Das ganze wird vermischt und man gibt ca. 10 große Loeffel Mehl hinzu.
Gut verruehren, damit das Mehl nicht verklumpt. Zum Schluss schmeckt man das Ganze mit einer Prise Salz ab. Dann kommt der Teig in eine
Pfanne mit etwas OEl.
Man sollte es auf jeden Fall frisch essen, ansonsten werden die
Chapati zu hart und schmecken dann nicht
mehr so gut. Auf das Chapati kann man sich zum Beispiel Marmelade streichen. Das
schmeckt mir persoenlich besonders gut. Wir haben Chapatis jeden Tag auf Sansibar gegessen.
Leider bekommt man mit dem Rezept nicht die Chapati, die wir auf Sansibar gegessen haben.
Dort waren die Chapatis aehnlich wie Blaetterteig. Mit diesem Rezept erhaelt man nur die uns
bekannten Eierkuchen.
Steht nie auf dem Speiseplan der Schueler!
2. Ugali
Dieser Maisbrei ist das meistservierte Grundgericht in Tansania. Die Schueler an der Vunjo Secondary School essen jeden Abend Ugali. Man muss dazu sagen, dass
das Ugali in der Schule immer angebrannt ist und somit scheußlich schmeckt. Aber man kann es
trotzdem noch essen.
Ugali fuer 2 Personen: Man gibt einfach nur ungefaehr 2 Tassen Wasser mit ungefaehr 2 Tassen Mehl zusammen und verruehrt das Ganze. Je nachdem, ob man Ugali fester oder weicher mag, wird die Menge an Mehl (Maismehl) variiert.
Direkt auf dem Schulgelaende steht ein großes Maisfeld, daher wird hier nie Mangel an Ugali
herrschen.
Steht immer auf dem Speiseplan der Schueler!

Schueler der Form VI (13. Klasse) beim Abendessen :
Ugali aus Maismehl und Wasser (weißer Teller),
sowie Bohnen im eigenen Saft (blauer und roter Teller)
3. Cooked Banana aus Green Banana:
Diese Green Banana, das sind nicht die Gelben Bananen, die wir aus dem Supermarkt in Deutschland kennen, werden in
OEl gebraten und mit einer Soße dazu serviert. Finde ich persoenlich auch sehr lecker.
Steht nie auf dem Speiseplan der Schueler!
4. Chipsi:
Die haben wir in Moshi, einer Stadt in der Naehe der Schule, in einem Restaurant gegessen. Dies sind frittierte Kartoffeln mit Eiern zu einem Omelette verarbeitet.
Das fanden wir auch sehr gut und es stillt auch den großen Hunger. Dieses Gericht kann man hier in jedem Restaurant bestellen.
Steht nie auf dem Speiseplan der Schueler!

Essenausgabe in der Dinnerhall: Bohnen und Reis
5. Kishumba:
Dies ist ein Gericht bestehend aus Cooked Banana und Beans. Im uebrigen bekommen hier alle Lehrer sowie Schueler jeden Tag Bohnen. Auf dem Schulgelaende stehen 2 große Silos gefuellt mit Bohnen. Also hier wird niemals Mangel an Bohnen herrschen.
6. Makandi:
Damit ist ein Gericht aus Mais, Bohnen und Cocosnuss gemeint. Wie genau das Rezept aussieht,
wissen wir bis jetzt auch noch nicht.
7. Mandazis:
Man bekommt hier in jedem Shop kleine Kuchen, sogenannte Mandazis. Wuerde ich niemandem raten, weil diese Kuchenstuecke in Fett getraenkt werden.
Stefanie hat davon Sodbrennen bekommen. Die Schueler allerdings haben damit keine Probleme. Außerdem liegen die meisten schon ein Weilchen im Shop, sodass sie sehr hart geworden sind. Wenn man die Mandazis dann
isst, trainiert man seine Kaumuskeln.

Schueler beim Abendessen
Vielleicht ist es euch schon aufgefallen, dass die Schueler beim
Essen immer stehen. Das liegt nicht etwa daran, dass sie es so eilig
haben, sondern daran, dass es keine Stuehle im Speisesaal
gibt.
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