|

Strand von Sansibar
Geboren wurde die Prinzessin von Sansibar am 30. August 1844 in Beit il Mtoni, verstorben ist sie am 29. Februar 1924 in Jena und wurde auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf im Grab U27 (78-89) beigesetzt.
Die Prinzessin von Sansibar wurde als Sayyida Salme bin Said bin Sultan Al-Bu-Said
geboren und war eine omanische Prinzessin, die Tochter des Sultan Said bin Sultan von Oman und Sansibar und eine seiner Nebenfrauen. Im Jahre 1866 floh sie mit dem britischen Kriegsschiff "Highflower" von Sansibar, da ihre Familie von ihrer Liebe zu einem Christen erfahren hatte und sie mit dem Tode bedrohte. Nach ihrer Taufe in Aden heiratete sie den deutschen Überseekaufmann Heinrich Ruete. Sie nahm nach der Heirat seinen Familiennamen an und nannte sich fortan Emily
Ruete.
Sie bekam von ihrem Mann drei Kinder (Antonie, Rudolph Said und Rosalie), doch Heinrich Ruete starb nach einem Unfall mit einer Straßenbahn schon im Winter des Jahres 1870 in Hamburg. Sie wurde anschließend von den Behörden schikaniert und schließlich um das Erbe ihres Mannes gebracht, da es ihr nach Hamburger Recht nicht zustand.
Die deutsche Staatsbürgerschaft erlangte sie erst 1890.
Außer in Hamburg und Dresden lebte sie danach auch in Berlin, in Rudolstadt und in Köln, bevor sie sich nach Jena zurück zog. Bismarck versuchte sie für seine Kolonialpolitik zu instrumentieren, als sie ihn um Hilfe bei der Erlangung ihres sansibarischen Erbes bat. 1885 und 1888 reiste sie, praktisch als deutsche Agentin, nach Sansibar. Am 1. Juli 1890 wurde mit den Briten in Berlin der "Helgoland-Sansibar-Vertrag" geschlossen und am 9. August wurde Helgoland im Tausch gegen Sansibar feierlich übergeben. Am 2. Dezember 1890 war Helgoland schließlich ein Teil von Schleswig-Holstein.
Sobald die Deutschen ihre eigenen Ansprüche durchgesetzt hatten, ließen sie Emily fallen.
Sie schrieb und veröffentlichte ihre Memoiren und war als Arabisch-Lehrerin tätig. Der neue Sultan von
Sansibar ließ ihr eine kleine Pension zukommen. Heute gibt es in ihrer Heimat
auf Sansibar ein kleines Museum, das an sie erinnert.
Nach ihrem Tode fand sich in ihrem Nachlass unter anderem ein kleines Gläschen mit
Sand von Sansibar, den sie bei ihrer Flucht als Andenken an ihre Heimat mitgenommen hatte.

Bootsbauer am Strand von Sansibar
Text folgt ...

Strand von Sansibar
Text folgt ...

Am Hotelstrand
Text folgt ...

Masai als Wachmann
Text folgt ...

Tauchausflug zum Riff
Text folgt ...

Sascha im Speisesaal des Hotels
Text folgt ...

Hotel auf Sansibar
Text folgt ...

Sascha im Hotelzimmer
Erklärender Text und weitere Bilder folgen ... |